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Die Geschichte der Polybahn

1886 Die Konzession wird erteilt

 

Die Attraktion einer «Eisenbahn auf den Zürichberg» hatten sich die beiden Ingenieure H. A. Ruge und E. Stauder ausgedacht. Sie erhielten am 1. Juli 1886 durch einen Bundesbeschluss die «Concession» für den Bau und den Betrieb der Zürichbergbahn vom Limmatquai bis auf den Zürichberg auf die übliche Dauer von 80 Jahren. Noch im gleichen Jahr wurde die AG «Zürichbergbahn-Gesellschaft» gegründet. Die Streckenführung löste grosse Debatten aus, Brücke oder Tunnel standen zur Diskussion. Erst nach dem Erstellen eines 1:1-Holzmodells der Brücke, stimmte der Stadtrat dem Viadukt und damit der bis heute aktuellen Linienführung zu.

1889 Eröffnung der ersten Teilstrecke

 

Der untere Streckenabschnitt Bahnhofbrücke-Polytechnikum wurde in knapp einem Jahr gebaut. Schon am 12. September 1888 standen die Wagen der «Schweiz. Lokomotive- und Maschinenfabrik Winterthur» auf den Schienen. Es vergingen jedoch nochmals drei Monate bis zur Eröffnung, da Seilführung und Bremsvorrichtung geändert wurden. Stolz konnte die «Zürichbergbahngesellschaft» schliesslich am 8. Januar 1889 ihre Bahn präsentieren, die «fast geräuschlos über die Brücke rollt» und «schlimmsten Falles nicht halb so viel Lärm macht, als eine einspännige Droschke». Publikum und Presse waren sich bei der Eröffnung in ihrem Urteil einige: «Die Bahn debütiert mit Glanz!»

Bis 1897 mit 5000 Liter Wasser abwärts

 

Die Seilbahn war nicht nur in der Lärmemission umweltfreundlich: Der Antrieb der Wagen folgte dem Prinzip der Schwerkraft. Aus einem «mächtigen Wasserrohr» in der oberen Station schossen 5000 Liter in denn Tank, die in der Talstation wieder abgelassen wurden. Ein Zusatzgewicht half den unteren Wagen hinaufzuziehen. Für das köstliche Nass aus dem städtischen Reservoir – ein eigenes Pumpwerk hätte keinen Kostensenkung gebracht – mussten per Kubikmeter mit «5 Cts.» berappt werden. 1897 stellte die Zürichbergbahn auf elektrischen Antrieb um.

1923 Eine Million Passagiere

 

Trotz der Konkurrenz des seit 1894 elektrifizierten Trams und der nicht realisierten, ursprünglich geplanten oberen Teilstrecke «Polytechnikum-Zürichberg», erfreute sich das bequeme Verkehrsmittel eines regen Zuspruchs. Ende 1923 konnte die Zürichbergbahn ihren milllionsten Passagier im gleichen Jahr vermelden.

1950 Das Polybähnli fährt in die roten Zahlen

 

Die Taxerhöhung von 1948 und die allgemeine Wirtschaftslage wirkten sich auf das Betriebsergebnis nicht sonderlich positiv aus. Fuhr die Bahn noch bis 1949 mit Gewinn, so rollte sie 1950 erstmals in die roten Zahlen. Die Löwenbräu AG übernahm die Liegenschaft mit der Talstation und wurde Hauptaktionärin der Zürichbergbahn.

1966 Noch 10 Jahre Gnadenfrist

 

Bern verlängerte die Konzession um weitere 10 Jahre. Nach einigen Jahren mit hohen Betriebsdefiziten beschloss die Zürichbergbahngesellschaft, die Konzession nicht mehr zu erneuern, zumal für eine Verlängerung eine kostspielige Totalrevision unabdingbar war. Mit dem Ziel, die Zürichbergbahn zu erhalten, wird 1972 der Verein pro Polybahn gegründet.

1976 SBG rettet die Bahn in letzter Minute

 

Ende Januar 1976 – das Ende der beliebten Polybahn stand bereits fest –, erwarb die SBG die Bahngesellschaft und gründete eine eigene Gesellschaft, die «SBG-Polybahn AG». Schnelles Handeln war angesagt, um den Konzessions-Anforderungen für weitere 20 Jahre zu genügen. In nur 12 Wochen wurden die Bahnanlage saniert und die beiden Bahnwagen vollständig renoviert.

1998 Über zwei Millionen Passagiere

 

Die technischen Neuerungen bewirkten erneut eine Steigerung der Beförderungskapazität. Je Richtung können nun alle 2 ½ Minuten 50 Personen befördert werden. Die neue Anlage erreichte schon ihrem zweiten vollen Betriebsjahr einen neuen Rekord von über zwei Millionen Passagieren.

1990 Kleinstes Mitglied im ZVV

 

Im 101. Betriebsjahr tritt die Polybahn in den Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) ein. In der Folge musste der Fahrpreis nicht mehr zusätzlich zum Tram- oder Bahnbillet entrichtet werden und die Bahn erlebte einen grossen Aufschwung: Der «Studentenexpress» transportierte jährlich über 1,6 Millionen Passagiere.

2000 Als UBS Polybahn ins 3. Jahrhundert

 

Mit der Namensänderung von SBG in UBS heisst die Bahn neu UBS Polybahn. Dank dem Engagement der UBS – in Zusammenarbeit mit der VBZ Züri-Linie und dem ZVV – sind die erfolgreiche Weiterfahrt des beliebten Zürcher Verkehrsmittels auch in Zukunft gesichert. Modernste Technik im nostalgischen Kleid gewährleistet die Betriebssicherheit und wahrt gleichzeitig das lebendige Andenken an eine Zürcher Pionierleistung des späten 19. Jahrhunderts.

1996 Totalsanierung nach 107 Jahren

 

Die neue, intensive Nutzung führte zu Verschleisserscheinungen an Rollmaterial und Anlage. Eine umfassende Zustandsanalyse ergab, dass für eine Erneuerung der Konzession durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) umfangreiche technische und bauliche Erneuerungsarbeiten an Brücke, Berg- und Talstation, Trassee, Stützmauer, an den technischen Einrichtungen und den beiden Fahrzeugen unumgänglich waren. Nach eingehender Prüfung aller Varianten entschlossen sich die SBG-Polybahn AG, die Betreiberin VBZ und der ZVV zu einer Gesamterneuerung. Diese umfasste einen vollautomatischen Betrieb, zwei neue Wagen – den alten zum Verwechseln ähnlich – mit einer Reihe sicherheitstechnischer Vorteile und den Umbau der Gleisanlage von bisher drei Schienen auf zwei Schienen.

Die UBS Polybahn AG ist eine Tochtergesellschaft von UBS

Dr. Thomas Ulrich, Adliswil

Carlo Galmarini, Zürich

Franz Kagerbauer, Dättwil

Dr. Guido Schoch, Zürich

Prof. Dr. Ulrich Alois Weidmann, Zürich

Präsident

Vizepräsident

Mitglied

Mitglied

Mitglied

Seit der Rettung der Polybahn 1976 durch die damalige SBG, heute UBS und der Gründung der «SBG Polybahn AG» bzw. «UBS Polybahn AG» engagiert sich die UBS Jahr für Jahr für die Polybahn. In Zusammenarbeit mit der VBZ Züri-Linie und dem ZVV ist damit die erfolgreiche Weiterfahrt des beliebten Zürcher Verkehrsmittels auch in Zukunft gesichert.

Technische Daten

System

Antrieb

Leistung

Spurweite

Länge

Höhendifferenz

Fahrgeschwindigkeit

Fahrzeit

Förderleistung

Betriebsart

Doppelpendel-Standseilbahn

Drehstrom-Asynchronmotor mit Frequenzumrichter

90 kW

1000 mm

176 m, in der Schräge gemessen

41 m, 23 % mittlere Steigung

Vmax 2,5 m/s

100 Sekunden

1200 Personen pro Stunde und Richtung

Automat (2,5-min-Takt, Liftbetrieb), Direktsteuerung ab Kommandopult

Fahrplan

Montag bis Freitag

Samstag und 24.12.

 

Die Polybahn ist Mitglied des ZVV.

 

 

06.45—19.15 Uhr alle 2—5 Minuten

07.30—14.00 Uhr alle 2—5 Minuten

 

Nicht in Betrieb: Wartungen und Bremsproben

4. bis 15. Juli 2016, 20. August 2016, 17. September 2016, 22. Oktober 2016

12. November 2016, 22./23. Dezember 2016

 

Fotos damals

 

Fotos heute

 

Die Polybahn als Filmstar

Aktuell

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